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UV-Pass soll Lichttherapie erhellen

Beim "Kieler Modell" der ambulanten Bade-Lichtbehandlung, das der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen im Dezember 1999 auch wegen der nicht absehbaren Langzeitfolgen zurückgewiesen hat, wurde mit den verschiedensten Geräten bestrahlt, und es war keineswegs gewährleistet, dass deren Leistung überall korrekt gemessen werden konnte. Der Abschlussbericht fasste die Angaben der teilnehmenden Ärzte zu Durchschnittswerten zusammen. Diese lassen aber nicht erkennen, wie viel von welchen UV-Strahlen die Patienten tatsächlich bekommen haben. Allgemein werden Art und Menge der Lichttherapien in der Praxis nicht einheitlich dokumentiert.

Dermatologen um Priv.- Doz. Falk Ochsendorf von der Universitäts-Hautklinik Frankfurt schlugen daher die Einführung eines UV-Passes vor. Er ist inzwischen gedruckt und kann angefordert werden unter der Fax-Nummer: 02 11 / 43 78 105.

Das handliche Dokument umfasst je eine Seite für acht verschiedene Bestrahlungsformen und eventuell beobachtete Nebenwirkungen. Am Ende jeder Behandlungsserie soll der Arzt den Zeitraum und die kumulative Dosis (lateinisch: cumulare=anhäufen) eintragen. Zweifellos wäre es ein Fortschritt, wenn verfolgt werden könnte, auf welche Weise die Patienten im Laufe ihres Lebens behandelt worden sind, und es trägt schon zur Klärung bei, dass für die UVB-Therapie getrennt Breitspektrum, SUP und Schmalspektrum erfasst wird. In diesem Bereich ist nämlich bei Wellenlängen zwischen 290 und 300 Nanometer (nm) die Gefahr von Verbrennungen, bei 310 bis 315 nm der erwünschte Effekt am größten. Bisher werden bestenfalls physikalische Dosen in Joule/cm² angegeben. Damit kennt man die pro bestrahlte Fläche verabreichte Energie, jedoch nicht deren Wirkung auf das Gewebe. Eine biologisch effektive Dosis von 0,01 J/cm² bedeutet beim Schmalspektrum um 311 nm physikalisch 0,2 J/cm², im Vergleich zu 0,03 J/cm² beim UVB-Breitspektrum, so dass für eine Risikoabschätzung möglichst die entsprechend bewerteten Strahlenmengen aufgezeichnet werden sollten. Die Industrie bietet neuerdings Geräte an, die eine Dosierung anhand solcher Maßwerte erlauben. Ein Bericht in PSO aktuell 3/2000 (September) beleuchtet ausführlich die Chancen einer fachgerechten UV-Therapie. In der Ausgabe 1/2001 (März) werden die wissenschaftlich begründeten Richtlinien dargestellt, wie oft und wie lange eine Lichtbehandlung in der Arztpraxis oder zu Hause sinnvoll ist. In Heft 2/2004, S. 14-18 wird noch einmal umfassend dargestellt "Was Sie schon immer über UV wissen wollten."

 

 

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