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Tabletten und Spritzen außerhalb des Budgets

Die Richtgrößen bei den Arzneimittel-Ausgaben legen für die verschiedenen Arztgruppen fest, wie viel ihre Verordnungen je Fall im Vierteljahr kosten dürfen. Überschreiten sie die Obergrenze um mehr als 25 Prozent, droht ein Regress und Rückzahlung des Mehrbetrages. Die Wirtschaftlichkeitsprüfung entfällt bei anerkannten Praxisbesonderheiten. Dazu gehört in der Richtgrößen-Vereinbarung zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein und den gesetzlichen Krankenkassen seit 2004 erstmals auch die systemische Psoriasistherapie. Dies betrifft Wirkstoffe zum Einnehmen wie Acitretin (Neotigason®), Ciclosporin (z. B. Cicloral®, Immunosporin®) oder Fumarsäureester (Fumaderm®). Sind solche Medikamente bei einer mit äußerlichen Mitteln und UV-Licht nicht ausreichend behandelbaren Schuppenflechte notwendig, überschreiten die Kosten den vorgegebenen Durchschnittswert je Patient und Quartal. Er liegt derzeit unter 25 Euro. Schon für die lange erprobten Tabletten wird bis zum 50fachen gebraucht. Die neuen „Biologics", etwa Alefacept (Amevive®), Efalizumab (Raptiva®), Etanercept (Enbrel®) oder Infliximab (Remicade®), sind noch erheblich teuerer. Wenn diese gentechnisch hergestellten Präparate, die man unter die Haut, in den Muskel oder eine Vene spritzen muss, demnächst auch bei uns zur Behandlung hochgradiger Psoriasis zugelassen werden, können sie Dermatologen im Bereich der KV Nordrhein genau wie herkömmliche Systemtherapeutika außerhalb des Budgets verordnen. Sie müssen dies nur mit der Abrechnung unter Verweis auf den Anhang zur Richtgrößen-Vereinbarung melden. Ob andere Kassenärztliche Vereinigungen diesem Beispiel folgen, bleibt abzuwarten. 

 

 

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