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Plasmapherese

"Ich habe gehört, dass man mit Plasmapherese auch die Gelenkentzündung in Verbindung mit Schuppenflechte bessern kann. Wann ist das Verfahren angezeigt?"

 

Prof. Dr. Augustin: "Unter Plasmapherese versteht man die Entnahme von Blut und „Reinigung“ des Blutplasmas. Dies ist eine aufwendige und für den Patienten recht belastende Therapieform. Sie wird bei schweren Systemerkrankungen eingesetzt, wenn beispielsweise Antikörper oder toxische Blutbestandteile beseitigt werden sollen. Japanische berichteten kürzlich über eine Methode, bei der bestimmte weiße Blutkörperchen (Granulozyten und Monozyten) als Produzenten von Entzündungsstoffen abgefangen werden. Mit dieser Apherese wurden die Gelenkschmerzen und Skelettveränderungen in vier Fällen von Arthritis psoriatica, die auf andere Therapie nicht angesprochen hatten, deutlich gebessert (J. Am. Acad. Dermatol. 50, 242-6; 2004).

 

Eine Variante ist die extrakorporale Photopherese (ECP). Hier wird Blut aus dem Körper herausgeleitet, über eine UV-Lampe geführt und nach der Bestrahlung unmittelbar  wieder dem Patienten zurückgeleitet. Durch die Bestrahlung werden Entzündungszellen im Blut „besänftigt“, so dass in der Folge weniger Entzündungen auftreten. Mit Erfolg wird diese Therapie bei schwerer Abstoßungsreaktionen nach Knochenmarkstransplantation sowie schweren Autoimmunerkrankungen durchgeführt. Über Erfolge wurde auch in der Behandlung der schweren Neurodermitis und Psoriasis berichtet. Die ECP stellt aber lediglich eine Ausnahmebehandlung dar, wenn tatsächlich alle anderen Maßnahmen nicht hilfreich waren.

 

Auch bei schwerer Psoriasis liegen mit den uns zur Verfügung stehenden Immunsuppressiva (z.B. Metotrexat, Fumarsäureester, Cyclosporin A, Retinoide) und zukünftig auch den neuen Biologics (z.B. Efalizimab, Infliximab, Alefacept) hervorragende Medikamente vor, um die Psoriasis mit all ihren Sonderformen und auch die Arthritis psoriatica in der Regel gut behandeln zu können."

 

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