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Fumarsäure - ein "natürliches" Medikament?

"Ich leide seit fünf Jahren an Schuppenflechte, besonders im Kopfbereich und an den Armen. Ich bin es leid, mehrfach täglich mit nur mäßigem Erfolg Salben zu schmieren. Eine Bekannte riet mir nun, eine naturheilkundliche Behandlung mit Fumarsäure-Präparaten durchzuführen. Was halten Sie davon?"

 

Prof. Dr. Augustin: "Die äußerliche Behandlung der Schuppenflechte ist in der Tat für viele Betroffene beschwerlich. Es gibt aber eine Reihe von äußerlich anzuwendenden Wirkstoffen, die durchaus zu guten Ergebnissen führen. Hier wäre mit einem Hautarzt Ihrer Wahl eventuell zu prüfen, ob die äußerlichen Behandlungsmöglichkeiten (z.B. Calcipotriol, Tazarotene, evtl. auch Corticosteroide, Teere, Dithranol) schon ausgeschöpft wurden. Bei fehlendem Ansprechen auf eine äußerliche Behandlung kommen Fumarsäureester zum Einnehmen in Betracht. Sie weisen eine recht hohe Ansprechrate auf und werden von den meisten Anwendern nach einer Eingewöhnungsphase vergleichsweise gut toleriert. Auch wenn die Fumarsäure ein körpereigener Stoff ist, stellen die Fumarsäureester keine naturheilkundlichen Medikamente dar, da die Fumarsäure chemisch verändert wurde und ausgeprägte entzündungsunterdrückende Wirkungen aufweist. Wie bei allen stärker wirksamen Medikamenten sind daher auch Nebenwirkungen möglich, so dass neben einer sorgfältigen Untersuchung vor Therapiebeginn auch regelmäßige Blutkontrollen notwendig sind. Bitte lassen Sie sich hier von einem erfahrenen Hautarzt beraten."

 

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