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Reizstromtherapie

In letzter Zeit ist überall von Reizstromtherapie die Rede. Sie soll bei Schuppenflechte große Erfolge haben. Stimmt das, und wo kann ich weitere Informationen bekommen?

 

Die Elektrotherapie mit Interferenzstrom ist schon lange, z.B. bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen, bewährt. Psoriasis lässt sich nach den bisherigen Erfahrungen am besten beeinflussen, wenn zwei Wechselströme in einem Behandlungsgerät so überlagert werden, dass ihre Frequenz um 100 Hertz (Hz) gegeneinander verschoben ist. Von dieser Modulation (lat. Abwandlung) der Schwingungshäufigkeit hängt die Wirkung auf die überstürzte Teilung der Oberhautzellen ab, was an der Hautklinik Mannheim zunächst stationär erprobt wurde. Später stellte man den Patienten ein Gerät zur Verfügung, mit dem sie sich zu Hause selbst behandeln können. So wurden in einer demnächst veröffentlichten Studie die befallenen Hände zweimal täglich in mit Wasser gefüllten und an Elektroden angeschlossenen Wannen gebadet. Die Erscheinungen besserten sich in 90 Prozent der Fälle deutlich. Eine weitere Studie vergleicht seit Januar 1999 die Interferenzstromtherapie mit Vitamin-D-Salbe. Für Herde an Kopf, Rumpf, Armen und Beinen wurden Hauben oder Stulpen aus leitfähigem Metallfaser-Gewebe entwickelt. Zuerst hat die Patienten- Fachzeitschrift PSO aktuell (Heft 1/1996) über die Methode berichtet. Dort sind auch weitere Informationen in den Ausgaben 3/1998 und 2/1999 zu finden. 

 

Die Ausgabe 2/2000 bringt ab Seite 8 eine Zwischenbilanz der bisherigen Forschung und zeigt, welche Schlussfolgerungen die Betroffenen aus dem Medienrummel ziehen können. Heft 3/2000 stellt ein benutzerfreundliches Gerät vor, das die Karlsruher Firma Nemectron für die ärztlich überwachte Heimbehandlung besonders bei Schuppenflechte an Händen und Füßen anbietet. Außerdem gibt es redaktionelle Empfehlungen zur Bewertung der Geräte anderer Hersteller, die sich auf die Untersuchungen am Forschungszentrum Karlsruhe und der Universitäts-Hautklinik Mannheim berufen, ohne bisher nachweisen zu können, dass ihre Erzeugnisse gleichwertig sind. Das gilt auch für ein neues Gerät mit höherer Frequenz, das in PSO aktuell 1/2002, Seite 10, vorgestellt und hinsichtlich der behaupteten Vorteile diskutiert wurde. Das Heft 3/2004 bringt auf Seite 13 in der Rubrik „nachgehakt" eine Bestandsaufnahme, warum die viel versprechende Therapie nicht weiter erforscht wurde und wie sie von den damit vertrauten Hautärzten heute beurteilt wird.

 

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