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Kur am Toten Meer

Ich habe bisher nur durch einen vierwöchigen Aufenthalt in Israel vor sieben Jahren eine anhaltende Linderung meiner Schuppenflechte erfahren. Nun sehe ich keine andere Möglichkeit, als wieder dorthin zu fahren. Was hat sich seitdem hinsichtlich der Kosten geändert?

 

Für die gesetzlichen Krankenkassen ist die rechtliche Situation unverändert: Sie können, müssen aber nicht die Kosten der Klimatherapie am Toten Meer übernehmen. Der §18 im Fünften Sozialgesetzbuch (SGB V) räumt dies ein, sofern „eine dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechende Behandlung einer Krankheit nur im Ausland möglich" ist. Das setzt in der Regel stationäre Aufenthalte in einheimischen Fachkliniken ohne nachhaltigen Erfolg voraus. Damit wird bei entsprechend ausgeprägter Schuppenflechte die Notwendigkeit begründet. Eine ärztliche Bescheinigung, aus der dies hervorgeht, muss der Versicherte dem formlosen Antrag beifügen.

 

Eine neue Bestimmung im Neunten Sozialgesetzbuch (SGB IX) lässt nun Maßnahmen zur medizinischen Rehabilitation im Ausland zu, „wenn sie dort bei zumindest gleicher Qualität und Wirksamkeit" wie in deutschen Einrichtungen „wirtschaftlich ausgeführt werden können.". Das erlaubt den Trägern der Rentenversicherung, ebenfalls „Kuren" am Toten Meer zu bezahlen.. Der Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) in Frankfurt am Main teilte auf Anfrage mit: Die vorgesehenen einheitlichen Prüfkriterien für eine „Anerkennung" ausländischer Reha-Einrichtungen seien „bisher nicht erarbeitet" worden. Daher begutachte jeder Kostenträger jeweils im Einzelfall. Drei der in ihrem Bereich selbständigen Landesversicherungsanstalten (LVA Oberbayern, Schwaben und Sachsen) schlossen mit der R&E Häckel GmbH in Grünwald bei München inzwischen Verträge ab für die Klimaheilbehandlung in dem von diesem Reiseveranstalter am Toten Meer betriebenen Deutschen Medizinischen Zentrum (DZM). Ausführlich berichtete dazu die Patienten-Zeitschrift PSO aktuell 4/2002, S. 10. Die Ausgabe 3/2004, S. 29 bringt ein Interview mit einem vor Ort tätigen Unternehmen zu der aktuellen Situation in Israel und den Chancen, dass Psoriasis-Patienten ein Reha-Aufenthalt bewilligt wird.

 

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