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Hat die Ernährung Einfluss auf die Schuppenflechte?

An Ernährungsempfehlungen für Psoriatiker mangelt es nicht. Was aber lindert die Schuppenflechte tatsächlich? Dr. Maike Wolters, Ernährungswissenschaftlerin an der Universitätsklinik Hannover, stellte im British Journal of Dermatology zusammen, für welche Maßnahmen die Wirksamkeit gegen Schuppenflechte belegt ist.

 

Fasten oder kalorienreduzierte Diäten können nach der aktuellen Studienlage eine Plaque-Psoriasis lindern. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Zum einen steigert Übergewicht das Risiko für Psoriasisschübe, weshalb übergewichtige Psoriatiker oftmals von einer Gewichtsabnahme profitieren. Zum anderen verringern viele Diäten die Arachidonsäurezufuhr.

 

Arachidonsäure meiden: Arachidonsäure, eine vierfach ungesättigte Fettsäure, ist vorwiegend in Fleisch, Wurst und Eiern enthalten und kurbelt entzündliche Prozesse im Körper an. Wenn man diese Nahrungsmittel meidet, könnten also auch entzündliche Erkrankungen, zu denen die Schuppenflechte gehört, zurückgehen. Insbesondere eine vegetarische Diät könnte sich also lohnen. Den Studien zufolge besserten aber auch andere kalorienreduzierte Diäten den Hautzustand von Patienten mit Schuppenflechte.

 

Diäten mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren brachten dagegen unterschiedliche Erfolge. Trotzdem kam Dr. Wolters zu dem Ergebnis, dass der Konsum von Fischöl, sei es in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder durch regelmäßige Fischmahlzeiten, für Psoriatiker sinnvoll ist. Besonders reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind stark fetthaltige Fischarten, z. B. Makrele, Hering, Sardine und Lachs. Bei einigen Patienten mit schwerer Schuppenflechte zeigten auch Infusionen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren eine positive Wirkung.

 

Glutenfreie Diät: Gluten ist ein Eiweiß, das unter anderem in Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Grünkern enthalten ist. Bei einigen Psoriatikern reagiert die Haut empfindlich auf Gluten, auch wenn sie nicht die typischen Magen-Darm-Beschwerden bekommen wie Menschen mit Glutenunverträglichkeit (Zöliakie). Bei entsprechender Neigung kann deshalb auch für Menschen mit Schuppenflechte eine Auslassdiät sinnvoll sein, bei der glutenhaltige Produkte gemieden werden. Diese Diät muss man aber mindestens drei Monate lang durchhalten, so Wolters. Nur dann lassen sich Aussagen darüber machen, ob die glutenfreie Diät auch gegen Schuppenflechte wirksam ist.

 

Vitamin D ergänzen: Vitamin D spielt bei der Krankheitsentstehung der Psoriasis eine wichtige Rolle. Deshalb erhalten viele Psoriatiker Vitamin-D-haltige Salben. Auch Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D könnte sinnvoll sein, zumal eine Unterversorgung mit Vitamin D nicht selten ist. Allerdings dürfen nur diejenigen Patienten Vitamin-D-Präparate einnehmen, die keine Vitamin-D-haltigen Salben anwenden. Andernfalls könnten die Kalziumspiegel im Körper auf zu hohe Werte ansteigen.

 

Ob Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Betakarotin und Selen gegen die Schuppenflechte helfen, ist noch nicht eindeutig geklärt.

 

Fazit: Übergewicht und Arachidonsäure fördern die Schuppenflechte, Fischöl und Vitamin D können sie lindern.

 

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